Bartholomeus
Seitenflügel des ehemaligen Klosters der Schwestern der Nächstenliebe aus dem Jahr 1934. Das Hauptgebäude am Koningsplein wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Im Jahr 1841 kamen die ersten beiden Schwestern der Nächstenliebe aus Tilburg auf Einladung von Pfarrer Bartholomeus Kemps nach Asten. Mit kaum vorhandenen Mitteln gründeten sie in einer alten Brauerei gegenüber dem Pfarrhaus ein Nächstliebeswerk: einen Ort für Kranke, ältere Menschen und Hilfsbedürftige sowie eine Schule für Mädchen, die sonst keine Schulbildung erhalten hätten.
Die Arbeit wächst schnell. Das Kloster wird mehrfach e…
Seitenflügel des ehemaligen Klosters der Schwestern der Nächstenliebe aus dem Jahr 1934. Das Hauptgebäude am Koningsplein wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Im Jahr 1841 kamen die ersten beiden Schwestern der Nächstenliebe aus Tilburg auf Einladung von Pfarrer Bartholomeus Kemps nach Asten. Mit kaum vorhandenen Mitteln gründeten sie in einer alten Brauerei gegenüber dem Pfarrhaus ein Nächstliebeswerk: einen Ort für Kranke, ältere Menschen und Hilfsbedürftige sowie eine Schule für Mädchen, die sonst keine Schulbildung erhalten hätten.
Die Arbeit wächst schnell. Das Kloster wird mehrfach erweitert, zunächst an der Kerkstraat und später am Koningsplein. Im Jahr 1867 entsteht an diesem Platz ein neues Kloster, gefolgt von einem Kindergarten. Da die Gemeinde mit Zuschüssen nicht gerade großzügig ist, die Schwestern anfangs unentgeltlich arbeiten und die Pfarrei Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau einer neuen Kirche beginnt, geraten die Schwestern oft in finanzielle Schwierigkeiten. Deshalb nehmen die Schwestern ab Ende des 19. Jahrhunderts Pensionsgäste auf. Zu diesem Zweck kaufen sie 1908 die angrenzende Villa Sint Jozef vom in Konkurs gegangenen Johan Bluijssen.
1934 wird an der Kerkstraat ein neuer Klosterflügel errichtet, der vom Architekten Lambert de Vries entworfen wurde. Dieser Flügel ist erhalten geblieben und steht heute unter Denkmalschutz. Er wurde zu einem Wohnkomplex namens „Bartholomeus“ umgebaut. An der Fassade ist die Statue des Heiligen Josef zu sehen, des Schutzpatrons der Schwestern. Der große Klosterkomplex am Koningsplein wurde bis 1991 für die Altenpflege genutzt, 2017 jedoch abgerissen. An dieser Stelle steht heute das „Lievenhuis“, ein Wohnkomplex.
Praktische Informationen
- Das Gebäude kann nicht von innen besichtigt werden, aber der Innenhof ist zugänglich.