Am Koningsplein 10 befindet sich ein stattliches Herrenhaus, das mehr als 150 Jahre Geschichte von Asten in sich trägt. Wo heute ein staatlich geschütztes Denkmal steht, befanden sich früher kleine Häuschen mit einer Gerberei. Ein Brand im Jahr 1876 zerstörte die Gebäude, woraufhin die Gemeinde sie aufkaufte und einen Neubau plante. Um 1879 entstand an dieser Stelle das neue Post- und Telegrafenamt, ein Name, der bei tief stehender Sonne noch immer – teilweise – an der Fassade zu erkennen ist.

Ab 1882 wohnten hier die Postdirektoren. Das Gebäude verfügt im Erdgeschoss über ein kleines Büro, einen Wintergarten und eine Küche. Im Obergeschoss befinden sich vier Zimmer und ein großer Dachboden. Bis 1920 diente das Gebäude als Post- und Telegrafenamt, danach zog das Postamt an den Markt um.

Danach erhi…

Am Koningsplein 10 befindet sich ein stattliches Herrenhaus, das mehr als 150 Jahre Geschichte von Asten in sich trägt. Wo heute ein staatlich geschütztes Denkmal steht, befanden sich früher kleine Häuschen mit einer Gerberei. Ein Brand im Jahr 1876 zerstörte die Gebäude, woraufhin die Gemeinde sie aufkaufte und einen Neubau plante. Um 1879 entstand an dieser Stelle das neue Post- und Telegrafenamt, ein Name, der bei tief stehender Sonne noch immer – teilweise – an der Fassade zu erkennen ist.

Ab 1882 wohnten hier die Postdirektoren. Das Gebäude verfügt im Erdgeschoss über ein kleines Büro, einen Wintergarten und eine Küche. Im Obergeschoss befinden sich vier Zimmer und ein großer Dachboden. Bis 1920 diente das Gebäude als Post- und Telegrafenamt, danach zog das Postamt an den Markt um.

Danach erhielt es eine neue Bestimmung: Bürgermeisterwohnung. Besondere Erwähnung verdient Bürgermeister Willem Wijnen, der hier von 1922 bis 1944 wohnte. Anlässlich seines 25-jährigen Amtsjubiläums im Jahr 1935 schenkte ihm die Bevölkerung einen Brunnen, der auf dem Koningsplein aufgestellt wurde (leider existiert das Original nicht mehr; eine Nachbildung steht auf dem Burgemeester Ruttenplein).

Die Tragödie von 1944

Während des Zweiten Weltkriegs weigert sich Wijnen, Einwohner von Asten für Zwangsarbeit zu benennen. Er ist der Ansicht, dass dies „keinem niederländischen Interesse dient“, und gibt auch unter Druck nicht nach. In der Nacht vom 14. auf den 15. August 1944 holen die Deutschen ihn zusammen mit seinem Amtskollegen, dem Bürgermeister Piet Smulders aus Someren, aus dem Bett, entführen beide Bürgermeister und richten sie kaltblütig auf dem Kanaaldijk Zuid in Someren hin. Der Mord erschüttert Asten zutiefst. Nach dem Krieg wird Wijnen als ein Mann in Erinnerung behalten, der seinem Gewissen treu blieb, auch als dies lebensgefährlich wurde. Seit einigen Jahren liegt vor dem Koningsplein 10 ein Stolperstein, damit Passanten seinen Namen und seinen Mut nicht vergessen. Heute ist das denkmalgeschützte Gebäude ein Privathaus.

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