Der Seniorenverein Beek en Donk veranstaltet einen Vortrag über Kunst.

Der österreichische Maler Oskar Kokoschka (1886–1980) war ein wahrer Menschenfreund. Was er in anderen sah, sah er auch in sich selbst. Die Menschen, die er beobachtete und malte, waren im Grunde ein Spiegel seiner eigenen Seele. Die Freuden und Sorgen anderer waren auch seine eigenen. Er konnte dies mit Staunen in sich selbst entdecken. Eines seiner berühmtesten Selbstporträts ist zugleich das, in dem er auf sich selbst zeigt.

Er sagte einmal: „Die Launen der menschlichen Seele, die Trag…

Der Seniorenverein Beek en Donk veranstaltet einen Vortrag über Kunst.

Der österreichische Maler Oskar Kokoschka (1886–1980) war ein wahrer Menschenfreund. Was er in anderen sah, sah er auch in sich selbst. Die Menschen, die er beobachtete und malte, waren im Grunde ein Spiegel seiner eigenen Seele. Die Freuden und Sorgen anderer waren auch seine eigenen. Er konnte dies mit Staunen in sich selbst entdecken. Eines seiner berühmtesten Selbstporträts ist zugleich das, in dem er auf sich selbst zeigt.

Er sagte einmal: „Die Launen der menschlichen Seele, die Tragik, das Erhabene, aber auch das Triviale und Lächerliche des Menschen – das hat mich fasziniert. Wahrscheinlich, weil all das auch zu mir gehört.“ Kein Wunder also, dass Menschen sein Hauptthema waren. In unzähligen Porträts kehrte er die Ängste und Sorgen derer, die ihm Modell standen, ins Negative. Die inneren Konflikte, die er offenbart, sind oft mit der Gesellschaft oder der Zeit, in der die jeweilige Person lebte, verknüpft. Doch er verarbeitete auch sein eigenes turbulentes Leben, etwa seine obsessive Beziehung zu Alma Mahler, der jungen Witwe des Komponisten Gustav Mahler. Er ließ eine Puppe nach ihrem Ebenbild anfertigen und malte für sie eine Serie von sieben Fächern sowie mehrere Gemälde, die den Verlauf ihrer tragischen Beziehung darstellten. Letztendlich erwies sie sich als unerfüllbare Liebe. Später wurden ein Buch und ein Film darüber gedreht. „Jeder Mensch ist einzigartig, und jedes Gesicht eines Menschen weckt Mitgefühl“, sagte er. Wahrscheinlich drückte er die Hoffnung aus, dass andere ihn genauso sehen würden: „Seht mich an, so bin ich, ich kann nur meinen eigenen Weg gehen. Ich bitte im Voraus um Entschuldigung.“ Diese Haltung behielt er sein ganzes langes Leben lang, das 94 Jahre dauerte, bei.


In einem Vortrag mit Bildpräsentation beleuchtet der Kunsthistoriker Dr. Ger Jacobs das Leben und Werk von Oskar Kokoschka, der auch als Österreichs Vincent van Gogh bezeichnet wird. Der Vortrag findet im Gemeindezentrum Beek en Donk statt. Im Eintrittspreis ist eine Tasse Kaffee oder Tee in der Pause enthalten.

Wann

  • Donnerstag, 15. januar 2026 von 14:00 bis 16:00

Preise

  • Mitglieder 5,00 €
  • Nicht-Mitglieder 6,50 €

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