Hufschmiede
Um 1700 lag dieses Haus am Rande des Marktfeldes hinter der alten Kirche. Dort laufen viele Wege aus der Umgebung zusammen. Reisende auf dem Weg nach Venlo – und weiter nach Köln – kamen durch Asten. Daher war es ein naheliegender Ort für Gasthäuser, in denen man übernachten oder etwas essen oder trinken konnte. Sicherlich gab es dort auch Schmieden, denn der Schmied konnte – während man sich ausruhte – das Pferd beschlagen oder den Wagen reparieren.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Haus zu einer bekannten Hufschmiede. Ab 1879 wohnte hier der Schmied Marcellis van Bussel, und nach seinem Tod im Jahr 1887 übernahm seine Schwester Maria van Bussel den Haushalt. Sie lebte dort zusammen mit ihrem Sohn Leonardus Marcellus Hoefnagels, besser bekannt als „Lange Nard“ wegen seiner Körpergröße von 1,87 Metern.
Nard Hoefnag…
Um 1700 lag dieses Haus am Rande des Marktfeldes hinter der alten Kirche. Dort laufen viele Wege aus der Umgebung zusammen. Reisende auf dem Weg nach Venlo – und weiter nach Köln – kamen durch Asten. Daher war es ein naheliegender Ort für Gasthäuser, in denen man übernachten oder etwas essen oder trinken konnte. Sicherlich gab es dort auch Schmieden, denn der Schmied konnte – während man sich ausruhte – das Pferd beschlagen oder den Wagen reparieren.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Haus zu einer bekannten Hufschmiede. Ab 1879 wohnte hier der Schmied Marcellis van Bussel, und nach seinem Tod im Jahr 1887 übernahm seine Schwester Maria van Bussel den Haushalt. Sie lebte dort zusammen mit ihrem Sohn Leonardus Marcellus Hoefnagels, besser bekannt als „Lange Nard“ wegen seiner Körpergröße von 1,87 Metern.
Nard Hoefnagels führt die Schmiede weiter und ist ein vertrautes Gesicht im Straßenbild. Auf alten Fotos ist er vermutlich neben dem metallenen Hufstall zu sehen, der bis heute ein besonderes Element des Gebäudes darstellt. Die Schmiede bleibt bis 1954 in Betrieb und liefert Werkzeuge für Bauern, Gärtner und Torfstecher.
Das Gebäude hatte darüber hinaus noch andere Funktionen. In den Kriegsjahren war dort die Rundfunkverteilstelle untergebracht, über die die Einwohner zwei Radiosender empfangen konnten. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde das Gebäude zu einem Atelier und Ladenlokal umgebaut, wobei der historische Kern gut erhalten blieb.
Das Gebäude ist ein wertvolles kommunales Denkmal mit einer Baugeschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, und einem charakteristischen Erscheinungsbild aus dem 19. Jahrhundert. Der Metallhufschmiedestall in der Julianastraat ist ein schönes Überbleibsel der ehemaligen Schmiede.