Breites Wohnhaus

An der Burgemeester-Frenckenstraat steht eines der ältesten noch erhaltenen Wohnhäuser von Asten: das Gebäude mit den Mauerankern AO 1788 FF. Diese Inschrift bezieht sich auf das Jahr 1788 und die Initialen des Erbauers Franciscus Fransen. Das Haus wurde auf einem Grundstück errichtet, das bereits seit dem 17. Jahrhundert bewohnt war. Durch Erbschaft gelangte es in den Besitz von Fransen, der 1788 ein neues, solides brabantisches Dorfwohnhaus errichten ließ. Die charakteristische Rollschicht am oberen Rand der Fassade ist ein typisches bauliches Merkmal jener Zeit.

Eine vornehme Straße mit angesehenen Bewohnern

Die Burgemeester-Frenckenstraat – früher Binnenstraat – war im 18. und 19. Jahrhundert eine auffallend vornehme Straße. Hier wohnten kaum Bauern. Die Bewohner waren Richter, Ärzte, Kaufleute, Beamte und Fabrikanten. Unter ihnen beispielsweise der Drossaard Jacobus Losecaat, der Zivilschout Theodorus Johannes Sengers sowie die Bürgermeister Jan Georg und sein Sohn Fried Frencken.

Das…

An der Burgemeester-Frenckenstraat steht eines der ältesten noch erhaltenen Wohnhäuser von Asten: das Gebäude mit den Mauerankern AO 1788 FF. Diese Inschrift bezieht sich auf das Jahr 1788 und die Initialen des Erbauers Franciscus Fransen. Das Haus wurde auf einem Grundstück errichtet, das bereits seit dem 17. Jahrhundert bewohnt war. Durch Erbschaft gelangte es in den Besitz von Fransen, der 1788 ein neues, solides brabantisches Dorfwohnhaus errichten ließ. Die charakteristische Rollschicht am oberen Rand der Fassade ist ein typisches bauliches Merkmal jener Zeit.

Eine vornehme Straße mit angesehenen Bewohnern

Die Burgemeester-Frenckenstraat – früher Binnenstraat – war im 18. und 19. Jahrhundert eine auffallend vornehme Straße. Hier wohnten kaum Bauern. Die Bewohner waren Richter, Ärzte, Kaufleute, Beamte und Fabrikanten. Unter ihnen beispielsweise der Drossaard Jacobus Losecaat, der Zivilschout Theodorus Johannes Sengers sowie die Bürgermeister Jan Georg und sein Sohn Fried Frencken.

Das Haus aus dem Jahr 1788 fügt sich perfekt in dieses Straßenbild ein. Nach dem Tod von Franciscus Fransen wird es 1817 an den belgischen Arzt Michiel Jacobus Aertnijs verkauft. Zehn Jahre später erwirbt es der deutsche Baumwollfabrikant David Horn, der auch eine Zeit lang auf dem Schloss wohnte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohnt dort Gerardus Hendriks, der Herausgeber der Zeitung „De Zuid-Willemsvaart“.

Doktor Schreppers und die bayerische Bierbrauerei

Ein bemerkenswerter Bewohner ist Doktor Johannes Schreppers, der das Anwesen 1879 für 3.500 Gulden erwirbt. Schreppers ist nicht nur Arzt, sondern auch Eigentümer einer bayerischen Bierbrauerei in Asten. Diese Brauerei befand sich in der Nähe der heutigen Prins Bernhardstraat 46b.

Von der Metzgerei zum Wohnhaus der Familie van Kemenade

1923 erwarb der Metzger Driekske van Kemenade das Haus, später wohnte dort sein Enkel. Das Haus wurde Ende des 20. Jahrhunderts noch einmal umgebaut, doch der historische Kern und die Fassade mit den Mauerankern blieben erhalten.

Dieses Haus ist somit eine greifbare Erinnerung an eine Zeit, in der die Burgemeester-Frenckenstraat eine Straße der Honoratioren, Unternehmer und Verwaltungsbeamten war. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude aus dem Jahr 1788 ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für ein frühes brabantisches Dorfwohnhaus in Asten.

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