Ehemalige protestantische Kirche
Die ehemalige reformierte Kirche an der Lindestraat – aus dem frühen 19. Jahrhundert – konnte dank einer Zuwendung von Ludwig Napoleon errichtet werden. Als Baujahr werden sowohl die Jahreszahlen 1810 als auch 1825 genannt. Beide Jahreszahlen sind historisch vertretbar. Diese Unterstützung war notwendig, da die protestantische Gemeinde 1798 ihr Kirchengebäude an die Katholiken abtreten musste und zu wenige Gemeindemitglieder hatte, um selbst eine neue Kirche zu finanzieren. Mit den staatlichen Mitteln konnte eine neue, bescheidene Saalkirche errichtet werden.
Die Kirche ist schlicht gestaltet: eine Saalkirche mit verputzter F…
Die ehemalige reformierte Kirche an der Lindestraat – aus dem frühen 19. Jahrhundert – konnte dank einer Zuwendung von Ludwig Napoleon errichtet werden. Als Baujahr werden sowohl die Jahreszahlen 1810 als auch 1825 genannt. Beide Jahreszahlen sind historisch vertretbar. Diese Unterstützung war notwendig, da die protestantische Gemeinde 1798 ihr Kirchengebäude an die Katholiken abtreten musste und zu wenige Gemeindemitglieder hatte, um selbst eine neue Kirche zu finanzieren. Mit den staatlichen Mitteln konnte eine neue, bescheidene Saalkirche errichtet werden.
Die Kirche ist schlicht gestaltet: eine Saalkirche mit verputzter Fassade und charakteristischen Fenstern mit einer schönen gusseisernen Fensterunterteilung. Im Chorraum befindet sich das bemerkenswerteste Objekt: die Kanzel aus dem Jahr 1649, die aus der alten katholischen Kirche stammt, die zwischen 1648 und 1798 von den Reformierten genutzt wurde. Aufgrund chronischen Geldmangels verfällt das Gebäude immer wieder. Reparaturen fanden 1867, 1885, 1938 und 1965 statt. Im Jahr 1981 erhielt die Kirche eine neue Orgel.
Im Jahr 2013 wurde die Kirche außer Betrieb genommen. Das kleine Gebäude erhielt unter dem Namen „In de Gloria“ eine soziokulturelle Bestimmung. Das Innere wurde so weit wie möglich erhalten, einschließlich der historischen Kanzel. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.