Paterkloster
Auf dem Gelände, auf dem heute das Paterskloster steht, ließ Bürgermeister Godefridus Marcellus Frencken 1865 eine stattliche Villa errichten. Um 1850 legte er einen Garten an, in dem er auch ein kleines Teehaus errichten ließ. Dieses Teehaus steht noch immer im Wald auf der Anhöhe, auf der linken Seite des Geländes. Frencken, geboren 1818, ist der Sohn von Jan Georg Frencken, der ebenfalls viele Jahre lang Bürgermeister von Asten war. Bis zu seiner Heirat wohnt Godefridus bei seinen Eltern am Binnenweg (heute Burg. Frenckenstraat). Er heiratete 1865 in fortgeschrittenem Alter Anna Christina Goossens und zog anschließend in die Villa an der Torenstraat (heute Wilhelminastraat), die er errichten ließ. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1907.
Von der Villa zum Kloster
1908 kaufen die Pr…
Auf dem Gelände, auf dem heute das Paterskloster steht, ließ Bürgermeister Godefridus Marcellus Frencken 1865 eine stattliche Villa errichten. Um 1850 legte er einen Garten an, in dem er auch ein kleines Teehaus errichten ließ. Dieses Teehaus steht noch immer im Wald auf der Anhöhe, auf der linken Seite des Geländes. Frencken, geboren 1818, ist der Sohn von Jan Georg Frencken, der ebenfalls viele Jahre lang Bürgermeister von Asten war. Bis zu seiner Heirat wohnt Godefridus bei seinen Eltern am Binnenweg (heute Burg. Frenckenstraat). Er heiratete 1865 in fortgeschrittenem Alter Anna Christina Goossens und zog anschließend in die Villa an der Torenstraat (heute Wilhelminastraat), die er errichten ließ. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1907.
Von der Villa zum Kloster
1908 kaufen die Priester vom Heiligen Herzen – ein von Léon Gustave Dehon gegründeter Orden – das Anwesen und lassen sich in Asten nieder. Der Orden gründet ein Noviziat, ein Ausbildungshaus für junge Männer, die Priester werden wollen. Obwohl die Novizen in Asten studieren, spielt das Kloster im täglichen Dorfleben kaum eine Rolle. Die Patres assistieren gelegentlich im Gottesdienst und organisieren jährlich eine Fronleichnamsprozession in ihrem Garten. Das Wohnhaus selbst wird um 1912 umgebaut, vergrößert und als Kloster eingerichtet. Von diesem Orden aus brechen viele Missionare in Länder wie Nordbrasilien, Skandinavien, Südamerika und den Kongo auf.
Im Jahr 1929 wurde die alte Villa abgerissen und durch das heutige Klostergebäude ersetzt, das vom Architekten L.J.P. Kooken aus Eindhoven entworfen wurde. Das Gartenhäuschen ist das einzige Element, das heute noch von den ursprünglichen Gebäuden erhalten ist. Das neue Gebäude weist deutliche Einflüsse der Amsterdamer Schule auf, erkennbar an dem Ziermauerwerk, den breiten Dachrinnen, den massiven Holzfenstern mit kleinen Scheiben und der besonderen Gestaltung rund um den Eingang.
Krieg, Rückgang und neue Nutzungszwecke
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs erleidet die Wilhelminastraat durch Bombenangriffe schwere Schäden, und auch das Kloster wird getroffen. Nach 1960 geht die Zahl der Berufungen stark zurück. Das Noviziat wird eingestellt, und das Kloster erhält eine neue Funktion als Altersheim für Patres, die aus den Missionsgebieten zurückkehren. Im Jahr 2019 verlassen die letzten Patres das Gebäude. Das Anwesen wurde an einen Projektentwickler verkauft, der das Kloster und das umliegende Gelände unter Berücksichtigung der Geschichte dieses kommunalen Denkmals einer neuen Nutzung zuführen möchte.
Intermezzo: Bürgermeister Frencken
Godefridus Marcellus (Fried) Frencken (1818–1907) war ganze 60 Jahre lang Bürgermeister von Asten und Ommel und später auch von Vlierden. Er wurde am 28. Dezember 1843 ernannt und Anfang 1944 in sein Amt eingeführt. Er blieb Bürgermeister bis zu seinem ehrenvollen Rücktritt am 1. August 1904. Damit stellte er einen nationalen Rekord auf, der nie wieder gebrochen werden kann. Nach seinem diamantenen Jubiläum im Jahr 1904 legte die niederländische Regierung das Rentenalter für Bürgermeister auf 70 Jahre fest.
Frencken spielt eine große Rolle bei der Entwicklung von Asten. Er fördert die Urbarmachung der Peel, verbessert das Bildungswesen durch neue Schulgebäude und ist Mitbegründer der neuen Kirche von Asten, für die er 65.000 Gulden aus der Gemeindekasse bereitstellt. Auch die Einführung der Dampfstraßenbahn Helmond–Asten kommt unter anderem dank seines Engagements zustande.
Seine Jubiläen werden in Asten ausgelassen gefeiert. Zu seinem 25-jährigen Jubiläum im Jahr 1869 erhält er von der Bevölkerung ein Kristall-Milieu de table auf einem silbernen Sockel geschenkt. Frencken wird 1896 zum Ritter im Orden von Oranien-Nassau ernannt und bleibt bis ins hohe Alter in der Verwaltung aktiv. Er stirbt 1907, doch seine außergewöhnliche Amtszeit bleibt in der niederländischen Geschichte einzigartig.
Wissenswertes: Fried Frencken war der Urgroßvater von Dries van Agt, dem späteren Ministerpräsidenten der Niederlande.